SABERA - SalzburgerInnen beraten AsylwerberInnen

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5020
Salzburg
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  • Rechtsberatung im Diakonie Flüchtlingsdienst ©Nadja Meister/Diakonie Flüchtlingsdienst
    Rechtsberatung im Diakonie Flüchtlingsdienst ©Nadja Meister/Diakonie Flüchtlingsdienst
Beendigung von SABERA - Salzburgerinnen und Salzburger beraten Asylwerberinnen und -werber

SABERA - Ausgangssituation 2015

Am Höhepunkt der Asylantragszahlen und der Solidarität mit Flüchtlingen im Herbst 2015 konnten wir mit Spendenmitteln und Unterstützung des BMASK ein in Salzburg einzigartiges Projekt auf die Beine zu stellen: Eine ehrenamtliche Beratung für Flüchtlinge durch SalzburgerInnen. Diese war damals so notwendig wie nie zuvor, als täglich hunderte Flüchtlinge durch Österreich nach Deutschland durchgeschleust wurden. Die Bedingungen, wie Flüchtlinge nach Deutschland weiterreisen konnten, änderten sich mehrmals täglich. Flüchtlinge waren völlig auf sich alleingestellt. In dieser Zeit versuchten wir vor allem jene zu unterstützen, die in Österreich einen Asylantrag stellen wollten und mit durchaus großen Schwierigkeiten konfrontiert waren, dies auch zu tun. Als dann die Grenzen wieder geschlossen wurden, verlagerten wir unseren Schwerpunkt auf die Beratung von AsylwerberInnen in ihrem erstinstanzlichen Verfahren. Das Ziel war, Menschen auf der Flucht und Asylwerberinnen und -werber über ihre Rechte aufzuklären, sie dolmetscherunterstützt in ihrer jeweiligen Muttersprache rechtlich zu beraten und bei Behördenwegen zu begleiten und zu vertreten.

Von September 2015 bis heute haben unsere ehrenamtlichen MitarbeiterInnen von SABERA 1.670 Beratungen durchgeführt und konnten so 1.133 geflüchte Menschen in ihrem Verfahren unterstützen.

Die Beendigung von SABERA

Seit 2018 erhalten wir keine Finanzierungen mehr für SABERA. Eine ehrenamtliche Beratung ohne hauptamtliche Koordination, Anleitung durch erfahrene RechtsberaterInnen, DolmetscherInnen und Räumlichkeiten ist nicht möglich. Der Bedarf an Beratung im erstinstanzlichen Verfahren geht zudem aufgrund der niedrigen Antragszahlen stetig zurück und wird aller Voraussicht nach noch weiter sinken. Aus diesem Grund mussten wir uns dazu entschließen, die Arbeit von SABERA mit Ende Juni 2018 bis auf weiteres einzustellen

DANKE

Wir möchten uns bei allen haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen für ihre großartige Arbeit in den letzten Jahren bedanken – ihr habt SABERA ausgemacht und seid den Flüchtlingen, als sie es am dringendsten in Salzburg brauchten, zur Seite gestanden.

Sollte die Bundesregierung ihre Pläne der Verstaatlichung der Rechtsberatung für AsylwerberInnen tatsächlich umsetzen (siehe Offener Brief und Petition), wird eine Unabhängige Rechtsberatung und die Unterstützung durch freiwillige MitarbeiterInnen nötiger sein denn je. Für eure Hilfe danken wir euch schon jetzt.