"Wir machen weiter"

27.11.2009

20 Jahre Diakonie Flüchtlingsberatung in Traiskirchen

Traiskirchen (epdÖ) Ende August hatte das Innenministerium die Finanzierung der Diakonie Flüchtlingsberatungsstelle in Traiskirchen eingestellt. "Wir machen weiter" - unter diesem Motto feierte die evangelische Beratungsstelle am Freitag ihr 20jähriges Bestehen. "Es ist eine schwierige Situation für uns, aber wir machen weiter, weil wir nicht aufhören können", sagte der Leiter des Diakonie Flüchtingsdienstes, Christoph Riedl.

Den Grund für das weitere Engagement sieht Diakoniedirektor Michael Chalupka nicht nur in der Tradition Österreichs als Land, das Flüchtlingen Schutz gibt. Anfangs seien in Traiskirchen Pfarrerin Christine Hubka, die spätere Leiterin der Beratungsstelle Gertrude Hennefeld oder der Mitarbeiter der ersten Stunde, Shukri Krunz, für diese Tradition eingestanden. Heute liege es in den Händen der Zivilgesellschaft, diese Arbeit aufrecht zu erhalten. "Wir lassen uns diese Tradition durch politische Umstände nicht aus der Hand nehmen", so der Diakoniechef beim Festakt im Traiskirchner Rathaus. Erst das Engagement Ehrenamtlicher und die Spenden schafften die Möglichkeit, diese unabhängige Beratungstätigkeit fortzuführen, "auch wenn es schwieriger wird". Letztlich gehe es auch um den Schutz der Verfassung. "Wir wollen, dass in unserem Land Rechtsstaatlichkeit herrscht, weil uns Menschen anvertraut sind. Das ist unser Auftrag, der von Jesus Christus kommt und nicht von einem Ministerium", unterstrich der Diakoniedirektor.
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