Little Alien - Premiere in Innsbruck

01.12.2009

ein Film von Nina Kusturica

Premiere am Dienstag, 1. Dezember 2009
18:30 Uhr
Leokino, Anichstraße 36, Innsbruck

Sie sind Teenager, die allein und unter größter Gefahr aus den Krisenregionen
der Welt nach Europa flüchten – in der Hoffnung auf eines: ein Leben zu haben.
Hier angekommen kämpfen sie für ein normales Leben und gegen ein System,
das von ihnen verlangt, ihre Jugend einer ungewissen Zukunft zu opfern.

Der Dokumentarfilm von Nina Kusturica über unbegleitete minderjährige Flüchtlinge geht unter die Haut. Die Diakonie Österreich lädt ein zur Film - Premiere in Innsbruck mit anschließender Podiumsdiskussion.


Die Schwierigkeiten, denen unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge ausgesetzt sind, nehmen immer kafkaeskere Züge an“, befindet Verena Schlichtmeier, Leiterin der Beratungsstelle des Diakonie Flüchtlingsdienstes in Tirol.
Und weiter: „Nicht umsonst feiert unser Zentrum für interkulturelle Psychotherapie „Ankyra“ heuer sein fünfjähriges Bestehen in Innsbruck. Der Bedarf an kultursensibler Traumatherapie, die von „Ankyra“ für MigrantInnen und Menschen auf der Flucht angeboten wird, reisst nicht ab. Besonders Jugendliche und Frauen nehmen diese professionelle Hilfe gerne in Anspruch.
Demnächst wird der Diakonie Flüchtlingsdienst auch die einzige unabhängige Rechtsberatung in Tirol für Menschen auf der Flucht eröffnen.

Aus diesen beiden Anlässen  präsentiert der Diakonie Flüchtlingsdienst am 1. Dezember in Innsbruck gemeinsam mit Regisseurin Nina Kusturica den Film „Littel Alien“, der das Schicksal unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in Österreich beschreibt. Im Anschluss an die Filmvorführung gibt es eine Diskussion mit Regisseurin Nina Kusturica, ProtagonistInnen des Films und Verena Schlichtmeier / Diakonie Flüchtlingsdienst.

Der Film
Die DarstellerInnen des Films „Little Alien“ sind Teenager, die ohne Eltern oder Verwandte aus den Krisengebieten der Welt geflohen sind. In Österreich angekommen, versuchen sie ihr Leben neu zu gestalten und kämpfen für ihr Recht auf eine mehr oder weniger unbeschwerte Jugend. Nina Kusturica erzählt von alltäglichen Träumen und Wünschen aus der subjektiven Sicht der Charaktere, die in einem Zustand zwischen den Schmerzen der Vergangenheit und der Ungewissheit der Zukunft gefangen sind.

 „Little Alien“ thematisiert aber nicht nur die Fluchtgeschichten und den Alltag dieser Jugendlichen, sondern zeigt auf, mit welchen behördlichen Problemen die Minderjährigen zu kämpfen haben. Teils werden sie vor – aus ihrer Sicht – unlösbare Probleme gestellt, da das Rechtsystem für sie schwer verständlich ist, noch dazu meist in einer Sprache, die sie (noch nicht) beherrschen. Den Kindern und Jugendlichen werden damit oft Entscheidungen abverlangt, die sie in ihrer Situation nicht wirklich treffen können. Doch jede falsche Entscheidung kann bereits der erste Schritt zur Abschiebung sein. Dabei gelten unbegleitete minderjährige Flüchtlinge als besonders schutzbedürftig, und gleichzeitig können sie ein großes Potential für die österreichische Gesellschaft sein.

Für den Aufbau der unabhängigen Rechtsberatung in Tirol bittet der Diakonie Flüchtlingsdienst um Spenden:

Diakonie Flüchtlingsdienst
Kennwort „Rechtsberatung Tirol“
PSK 90 006 423
BLZ 60 000

www.diakonie.at/fluechtlingsdienst

www.littlealien.at