Schweren Herzens mussten wir mit 31.07. das Flüchtlingshaus Grimmgasse, eine der traditionsreichsten Einrichtungen des Diakonie Flüchtlingsdienstes schließen. In den 15 Jahren seines Bestehens diente es zuerst als Notquartier für obdachlose Asylsuchende und seit 2004 als Unterkunft für Asylsuchende in Grundversorgung und bot so etwa 4.600 Menschen nach einer langen Zeit voll Ungewissheit und Angst ein Zuhause, an dem sie sich endlich wieder sicher und angenommen fühlen konnten.

Die jahrelangen Appelle an das Innenministerium, doch endlich die seit 13 Jahren nicht angepassten Tagsätze zu erhöhen, blieben ergebnislos. In den letzten Jahren mussten wir jährlich etwa € 100.000,- an Spendenmitteln aufwenden, um das Haus noch weiter führen zu können. Jetzt ist auch das nicht mehr möglich und wir müssen aufgeben.

Die letzten BewohnerInnen, die soeben das Haus verlassen haben, betrauern eine verlorene Familie, die ihnen über kulturelle, religiöse und soziale Grenzen hinweg Sicherheit gegeben hat.

 

Innenhof_GG