30 Jahre Diakonie Flüchtlingsdienst

Montag, 28. Oktober 2019
  • Jubiläum 30 Jahre Diakonie Flüchtlingsdienst
  • Notschlafstelle der Diakonie in Traiskirchen
    Was mit geöffneten Kirchentüren begann...
  • Das Team vom Gemeinwesenorientieren Integrationsbüro in der Basis Zinnergasse (c) Nadja Meister / Diakonie Flüchtlingsdienst
    ...ist 30 Jahre später zu einer ExpertInnenorganisation geworden...
  • Geflüchtete Frauen und Kinder im Integrations- und Bildungszentrum St. Pölten
    ...die jährlich fast 40.000 Menschen mit Flucht- und Migrationsbiographie begleitet.
Der Diakonie Flüchtlingsdienst setzt sich seit 1989 für Menschen ein, die vor Krieg, Folter und Verfolgung flüchten mussten. Wie sich aus einer improvisierten Notschlafstelle eine professionelle Menschenrechtsorganisation entwickelte - ein Rückblick.
 

1989: Notschlafstellen und erste Beratungsbüros

Traiskirchen Beratungsstelle
Die Anfänge der Rechtsberatung in den Räumlichkeiten der Evangelischen Pfarre in Traiskirchen.

Vor über 30 Jahren öffnete die Pfarrerin Christine Hubka (hier geht's zum Interview) die Kirchentüren in Traiskirchen für obdachlose Asylsuchende. Aus der Notschlafstelle wurde das erste Beratungsbüro. Nach den ersten Beratungsstellen für Sozial- und Rechtsbelange wurden weitere Notschlafstellen eröffnet, die sich mittlerweile als innovative Grundversorgungseinrichtungen für Menschen mit unterschiedlichsten Bedürfnissen etablieren konnte.

1997: Beginn der Integrationsarbeit

1997 gab es keine geeigneten Einrichtungen, die Menschen, denen der höchste internationale Schutz zuerkannt wurde, bei ihrer Integration unterstützten. Es drohten Perspektiven- und große Ratlosigkeit, im schlimmsten Fall sogar Obdachlosigkeit. Daher eröffneten wir mit INTO Wien 1997 unsere erste Integrationseinrichtung. Mittlerweile betreiben wir 18 Integrationseinrichtungen in vier Bundesländern.

Ein Mann kauert auf einem Sessel. Foto: Pixabay
Geflüchtete Menschen erleben oft unsagbares Leid - vor, aber auch während der Flucht. Unsere Angebote für Menschen in psychischen Krisen helfen ihnen, Erlebtes aufzuarbeiten.

2004: Psychotherapie und medizinische Versorgung für nicht versicherte Menschen

In Tirol starteten wir mit Ankyra unser erstes Interkulturelles Zentrum für Psychotherapie. Damit hatten Opfer von Extremtraumatisierungen aufgrund ihrer Flucht- und Migrationsbiographie eine professionelle Anlaufstelle.

AmberMed versorgt in Wien seit 2004 Menschen, die nicht versichert sind, mit medizinischer und ambulanter Hilfe - schnell und unbürokratisch. Die Ärztinnen und Ärzte bei AmberMed arbeiten auf freiwilliger Basis. Seither wurden über 18.000 PatientInnen versorgt.

Unsere Arbeit ist und war nur möglich, weil sich tausende freiwillige MitarbeiterInnen an der Seite unserer KollegInnen gegen Willkür und Unrecht gestemmt und sich für die Rechte und die Würde geflüchteter Menschen eingesetzt haben.
Alexandra Gröller, Geschäftsführerin Diakonie Flüchtlingsdienst
 

Aus der Jubiläumsausgabe unseres Magazins Hoffnungsträger*in: