Adventnachmittag im Haus der Jugend Rechnitz

Dienstag, 4. Dezember 2018
Nicht nur aktuelle auch ehemalige Bewohner des Hauses der Jugend kommen gerne zum Adventnachmittag. Betreuer Ali Hamouda (links) freut sich über den Überraschungsbesuch.
Nicht nur aktuelle auch ehemalige Bewohner des Hauses der Jugend kommen gerne zum Adventnachmittag. Betreuer Ali Hamouda (links) freut sich über den Überraschungsbesuch.
Im südburgenländischen Rechnitz ist es eine lang gehegte und gepflegte Tradition, den 1. Adventnachmittag gemeinsam zu feiern. Seit dem Jahr 2013 gehören auch die Burschen aus dem UMF Quartier im Haus der Jugend dazu und beteiligen sich sehr gerne an dem von vielen liebgewonnenen Fest. Denn hier kommen Alt und Jung zusammen um besinnlich, aber auch fröhlich in die Vorweihnachtszeit zu starten und schöne Stunden miteinander zu verbringen.

VeranstalterInnen des Zusammenkommens sind die beiden evangelischen Pfarrgemeinden von Rechnitz und Markt Neuhodis. Und so beginnt der Adventnachmittag auch mit einem von SchülerInnen mitgestalteten Familiengottesdienst. Nach dem Gottesdienst wird dann in die Räumlichkeiten der evangelischen Pfarrgemeinde gewechselt, wo auch seit 2013 das Haus der Jugend untergebracht ist.

Bei Kaffee, Tee oder einem Achterl burgenländischen Rotwein werden dann gemeinsam mit dem Kirchenchor alte und neue Weihnachtslieder angestimmt. Natürlich dürfen auch die berühmten burgenländischen Weihnachtskekse nicht fehlen, die unter Mithilfe der Burschen aus dem Haus der Jugend gebacken und auch fleißig verkostet werden. Am kleinen Weihnachtsbasar lässt sich dann vielleicht das eine oder andere Weihnachtsgeschenk entdecken. 

Ein Adventkranz mit 24 Kerzen

Zu einem Adventnachmittag gehört auch traditionell der Adventkranz. Und weil die Adventfeier in Räumen des Hauses der Jugend stattfindet passt es besonders gut, dass Einrichtungsleiter Pascal Steiner einen Wichern-Adventkranz an den Rechnitzer Bürgermeister Martin Kramelhofer überreicht. Hat doch der Begründer der Evangelischen Diakonie Johann Hinrich Wichern den Adventkranz in einem Haus für elternlose Kinder und Jugendliche 1839 in Hamburg erfunden. Da die Kinder während der Adventszeit immer fragten, wann denn endlich Weihnachten sei, baute er 1839 aus einem alten Wagenrad einen Holzkranz mit 20 kleinen roten und vier großen weißen Kerzen als Kalender. Jeden Tag der Adventszeit wurde nun eine weitere Kerze angezündet, an den Adventssonntagen eine große Kerze mehr, so dass die Kinder die Tage bis Weihnachten abzählen konnten.

Feiern in Gemeinschaft

Viele UnterstützerInnen des Hauses der Jugend nutzen diesen Nachmittag zum Besuch und zum Austausch mit den BetreuerInnen und Jugendlichen. An die 100 Gäste gehen an diesem Nachmittag aus und ein und geben den Jugendlichen das Gefühl, ein Teil der Gemeinschaft zu sein.

Sobald es dunkel wird, an diesem ersten Adventnachmittag des Jahres 2018, kommt  die Weihnachtsbeleuchtung am großen Tannenbaum erstmals zum Einsatz und es werden die ersten Weihnachtslieder gesungen. 

So klingt der Abend mit Musik und gemütlichem Beisammensein aus – schön, dass das Haus der Jugend ein wichtiger Teil des Festes geworden ist!