Gemeinsam für mehr Respekt, Schutz und Würde für alle

Montag, 4. September 2017
#Together - Gemeinsam für mehr Respekt, Schutz und Würde für Flüchtlinge und MigrantInnen - unter dem Motto dieser UN-Kampagne fanden sich unzählige Wiener NGOs, Projekte und Initiativen im ArtSociaSpace ein und gaben Einblick in ihre Arbeit im Bereich Flucht und Migration. Der Diakonie Flüchtlingsdienst präsentierte das Humanitäre Aufnahmeprogramm

#Together im ArtSocialSpace in der Brunnenpassage

Vom 4. bis 5. September 2017 fand in Wien eine der insgesamt sechs Tagungen des Globalen Pakts  zur sicheren, geordneten und regulären Migration mit dem Themenschwerpunkt „Schlepperei, Menschenhandel und zeitgenössische Formen der Sklaverei, einschließlich entsprechende Identifizierung, Schutz und Hilfe für Migranten und Opfer von Menschenhandel" statt.

Zur Veranstaltungen luden UNIS (United Nations Information Services) und die Stadt Wien.

Resettlement & Diakonie Flüchtlingsdienst

Wir präsentierten die Umsetzung des österreichischen UNHCR-Programms Resettlement - Humanitäres Aufnahmeprogramm. Im Rahmen des Humanitären Aufnahemprogrammes übernimmt der Diakonie Flüchtlingsdienst gemeinsam mit Caritas, Caritas Wien und dem Roten Kreuz Oberösterreich die Aufgabe, Flüchtlingen Wohnraum zu vermitteln,berät und begleitet sie von Beginn an in allen Themen des Alltags, organisiert Deutschkurse und unterstützt sie bei der Arbeitssuche und Weiterbildung. 

Resettlement ist neben freiwilliger Rückkehr, Asyl und Integration eine der dauerhaften Lösungen, um Flüchtlinge zu unterstützen, sich ein neues Leben in Sicherheit und Würde aufzubauen.
UNHCR
Geflüchtete Syrerinnen und Syrer, die im Rahmen des humanitären Aufnahmeprogramms aus dem Libanon, aus Jordanien und der Türkei auf sicherem Wege nach Österreich kommen, werden in Salzburg bei INTO Salzburg und in Wien vom Gemeinwesenorientierten Integrationsbüro Basis Zinnergasse betreut. 
Wohnversorgung und Beratung für Flüchtlinge und Flüchtlingsfamilien © Nadja Meister | Diakonie Flüchtlingsdienst
Wohnversorgung und Beratung für Flüchtlinge und Flüchtlingsfamilien © Nadja Meister | Diakonie Flüchtlingsdienst

Begleitendes Beratungs- und Integrationsprogramm für HAP-Flüchtlinge

* Wohnraumsuche, Erstausstattung für Wohnungen

* Abwicklung von Behördengängen, Schule, Kindergarten

* Deutsch- und Alphabetisierungskurse für Erwachsene

* Psycho-pädagogische Unterstützung

* Regelmäßiges Beratungsangebot

* Unterstützung beim Integrationsprozess

Humanitäres Aufnahmeprogramm Österreich

Im Rahmen von Resettlement werden besonders schutzbedürftige Flüchtlinge auf sicherem und legalem Wege "in einem zur Aufnahme bereiten Drittstaat gebracht, der ihnen vollen Flüchtlingsschutz gewährt und ihnen die Möglichkeit bietet, sich im Land zu integrieren." (UNHCR)

Die USA und Kanada nehmen die meisten Flüchtlinge aus dem Resettlement-Programm auf, in Europa pflegen die skandinavischen Staaten eine lange Tradition des Resettlments. In Österreich wird derzeit das dritte Resettlement-Programm für syrische Flüchtlinge (HAP III) durchgefüht.

HAP III 

Seit 2013 beteiligt sich Österreich beim Resettlement von syrischen Flüchtlingen. Bisher konnten 1900 geflüchtete Syrerinnen und Syrer aus  Jordanien, dem Libanon und der Türkei auf sicherem Wege nach Österreich gebracht werden. Anders als in anderen Ländern, ist Resettlement von der österreichischen Regierung jedoch noch nicht als längerfristige Strategie in der Flüchtlingspolitik verankert.

Wie funktioniert Resettlement

Österreich berücksichtigt syrische Flüchtlinge in Jordanien und der Türkei.  Flüchtlinge werden direkt vor Ort vom UNHCR kontaktiert, Flüchtlinge können sich nicht dafür bewerben.  

Wer tatsächlich aufgenommen wird, entscheiden die österreichischen Behörden.

Wer kommt in Frage

Für das Programm ausgewählt werden registrierte syrische Flüchtlinge in der Türkei oder in Jordanien. Als besonders schutzbedürftig gelten unter anderem "gefährdete Frauen und Mädchen, Überlebende von Gewalt und Folter, gefährdete ältere Flüchtlinge, Personen, denen Gefahr für Leib und Leben droht oder gefährdete Kinder und Jugendliche." (UNHCR) 

#Together – RESPECT, SAFETY AND DIGNITY FOR ALL

Die UN-Kampagne #Together fordert und fördert mehr Sicherheit, Respekt und Würde für geflüchtete Menschen. Ihr Ziel ist es, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung abzubauen, negative Diskurse über Migration zu ändern und den sozialen Zusammenhalt zwischen der Aufnahmegesellschaft und Flüchtlingen und MigrantInnen zu stärken.
Yusra und Ishak über ihre Flucht, Solidarität und Träume © United Nations #together campagne
Yusra und Ishak über ihre Flucht, Solidarität und Träume © United Nations #together campagne

#Together konkret

# Die Kampagne mobilisiert und motiviert Menschen, Unterstützung für Flüchtlinge und Migrantinnen zu zeigen

# Im Rahmen der Kampagne wird mit Gemeinden, die Flüchtlinge oder MigrantInnen aufnehmen, über Befürchtungen und Ängste vor (vermeintlich) ökonomischen oder physischen Bedrohungen durch geflüchtete Personen gesprochen

# Die Kampagne will ein starkes, positives und überzeugendes Narrativ von geflüchteten Personen etablieren. So soll die Solidarität zwischen Aufnahmegesellschaft und geflüchteten Personen (wieder) wachsen. Dafür werden positive Beispiele auf kultureller, wirtschaftlicher, sozialer, nationaler und internationaler Ebene erzählt und verbreitet.

# Together sieht sich als Plattform für Geschichten von Flüchtlingen, MigrantInnen und Aufnahmegesellschaften --> zur Plattform

#Together schafft eine Basis, damit sich geflüchtete Personen und Personen aus der Aufnahmegesellschaft schneller kennen lernen können 

Hier geht's zum Video von Yusra und Ishak!