MITGEHN

Nobilegasse 25
1150
Wien
Telefon: 
+43 (0)664 88 24 18 13
  • Muttersprachliche und dolmetschgestützte Beratung rund ums Thema Gesundheit © Nadja Meister, Diakonie Flüchtlingsdienst
    Freiwillige begleiten geflüchtete Frauen zu Behörden
Frauen begleiten Frauen: Mitgehn unterstützt geflüchtete Frauen* mit Armutserfahrungen, bei Behörden und Ämtern ihre Rechte und Ansprüche durchzusetzen. Mitgehn stärkt freiwilliges Engagement und schafft Einblick in Lebensrealität von benachteiligten Personen.
Bei Mitgehn begleiten freiwillige Mitarbeiterinnen geflüchtete Frauen auf Behördenwegen oder zu Terminen in Gesundheitseinrichtungen. Der Weg dorthin ist oftmals kein einfacher und viele Frauen fühlen sich mit ihren Problemen allein gelassen. Es ist nicht leicht, sich immer alleine für die eigenen Rechte einzusetzen. Deshalb begleiten Freiwillige im Rahmen von Mitgehn unsere Klientinnen bei Behördenwege. Dabei geht es nicht um Beratung oder Vertretung, sondern um ein schlichtes Mitgehen und Dabeisein. Freiwillige tragen so dazu bei, dass Klientinnen respektvoll behandelt werden, ihre Ansprüche durchsetzen können und Termine mit weniger Ängsten, Stress und psychosozialem Druck wahrnehmen.  
 

Wie funktioniert Mitgehn?

Auf ausdrücklichen Wunsch von Klientinnen der Frauenberatungsstelle Wien vermittelt Mitgehn geschulte Freiwillige, die unsere Klientinnen zu Terminen begleiten. 
 

Zielgruppe

Geflüchtete Frauen mit Armutserfahrungen, insbesondere Alleinerzieherende, ungeachtet ihres Aufenthaltstitels
Freiwillige Begleiterinnen

Ausgangssituation – Stress und Beschämung bei Behördenwegen

Menschen, die von Armut betroffen sind und ihre Ansprüche bei einer Behörde, in Institutionen oder in Sozial- und Gesundheitseinrichtungen geltend macht wollen, berichten von herausfordernden und zum Teil beschämenden Situationen und Erfahrungen: Oftmals werden sie nicht ernst genommen, von oben herab behandelt oder bevormundet. Insbesondere für geflüchtete Frauen stellen Behördenwege eine große Hürde dar: Deutschkenntnisse sowie bürokratisches Wissen werden von Behördenseite vorausgesetzt. Diskriminierungserfahrungen aufgrund von Herkunft, Geschlechts und Aussehen sind keine Seltenheit. Die Corona-Krise hat dazu geführt, dass viel mehr Menschen von Armut betroffen und auf Sozialleistungen angewiesen sind, wodurch sich die Lage für sie nochmal verschärft hat.

Durch Begleitung bei Behördenwegen wird die Situation für Antragsteller:innen wesentlich erleichtert und verbessert: Teils reflektiert der oder die Beamt:in durch die Anwesenheit einer dritten Person das eigene Verhalten stärker, und die Antragsteller:in fühlt sich in ihrer Position gestärkt.

An diesem Standort finden Sie außerdem:

Gefördert aus Mitteln des Sozialministeriums