Länderinformation

Länderinformationen und die Recherchen zum Herkunftsland spielen im Asylverfahren eine tragende Rolle. Sie sind häufig die Basis für Asylentscheidungen.

Leider weisen Berichte oder Gutachten zu Herkunftsländern von Flüchtlingen nicht immer die notwendige Qualität auf und sind teils verkürzt und unzureichend recherchiert. - Mit schwerwiegenden Folgen für die Betroffenen.

Ein Beispiel dafür ist das sogenannte "Mahringer-Gutachten" von Karl Mahringer, das seit 2017 als Basis für zahlreiche Abschiebungen nach Afghanistan dient. Einem Land in dem es im Jahr 2017 mehr als 10.000 zivile Opfer gab.

Nachdem von vielen ExpertInnen und Nichtregierungsorganisationen, (u.a. auch von der Diakonie) immer wieder starke Kritik an der Qualität und der Methodik des Gutachtens geübt wurde, hat das Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien geprüft.

Das Ergebnis: Karl Mahringer wurde die Eigenschaft als allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger entzogen.

Wir haben Informationen aus fünf Ländern zusammengestellt, aus denen laut Asylstatistik des Innenministeriums im Jahr 2017 rund 60% der geflüchteten Menschen gekommen sind: Syrien (30 Prozent), Afghanistan (15 Prozent), Irak (6 Prozent), Iran (4 Prozent) und Somalia (3 Prozent).   

Warum Menschen aus diesen Ländern flüchten, lässt sich auch anhand des Global Peace Index (Weltfriedensindex), der 162 Länder weltweit nach ihrer Gewaltstatistik reiht, eindrucksvoll nachvollziehen.

Syrien, Afghanistan, Somalia und der Irak liegen an den letzten Positionen. Österreich scheint in dem Index auf Platz 4 auf. 

Hier geben wir einen kurzen Überblick über jene Länder, aus denen die meisten geflüchteten Menschen kommen; wohin sie aber auch wieder abgeschoben werden.