Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Wir begleiten Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg in ein selbstständiges Leben  © Nadja Meister / Diakonie Flüchtlingsdienst
Wir begleiten Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg in ein selbstständiges Leben © Nadja Meister / Diakonie Flüchtlingsdienst
  • Wir begleiten Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg in ein selbstständiges Leben  © Nadja Meister / Diakonie Flüchtlingsdienst
    Unsere Einrichtungen prägte ein Klima der Vertrautheit, des Respekts und der Geborgenheit © Nadja Meister / Diakonie Flüchtlingsdienst
  • Die Jugendlichen lernen, für sich selbst und andere zu sorgen  © Nadja Meister | Diakonie Flüchtlingsdienst
    Kochen in der Gemeinschaftsküche - Jugendliche übernehmen Verantwortung und sorgen für sich und andere © Nadja Meister / Diakonie Flüchtlingsdienst
  • Deutschkurse sowie Aus- und Weiterbildungen sind ein großer Teil unserer Bildungsmaßnahmen © Nadja Meister / Diakonie Flüchtlingsdienst
    Bildungsmaßnahmen für die jungen BewohnerInnen sind ein zentraler Punkt in der Betreuung © Nadja Meister / Diakonie Flüchtlingsdienst
20 Jahre lang betreute der Diakonie Flüchtlingsdienst Kinder und Jugendliche, die alleine nach Österreich geflüchtet sind. Im September 2019 musste die letzte Einrichtung schließen.
Unter Gleichaltrigen lernen die Jugendlichen das Erwachsenwerden © Nadja Meister / Diakonie Flüchtlingsdienst
Erwachsenwerden mit Gleichaltrigen in einer respektvollen und vertrauensvollen Umgebung © Nadja Meister / Diakonie Flüchtlingsdienst

In 20 Jahren 1.671 Kinder und Jugendliche betreut

Eintausendsechshundertundeinundsiebzig Kindern und Jugendlichen, die  ohne Familie  nach Österreich geflüchtet sind (Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, kurz UmF), boten Einrichtungen des Diakonie Flüchtlingsdiensts in den vergangenen 20 Jahren ein Zuhause.

Nun muss mit 30. September 2019 das Haus der Jugend in Rechnitz, Burgenland, als letzte verbliebene  UmF-Einrichtung des Diakonie Flüchtlingsdienstes seine bisher so weit und freundlich geöffneten Türen für immer schließen.

1999: Erste spezialisierte Einrichtung für junge Geflüchtete

1999 etablierte der Diakonie Flüchtlingsdienst mit dem Laura Gatner Haus in Hirtenberg (NÖ) als einer der ersten Träger in Österreich eine spezialisierte Einrichtung, die sich der Betreuung von UmF widmete. Wenige Jahre später wurde mit der Clearingstelle Mödling (später auch bekannt unter: Betreuungsstelle Mödling, und Haus Mödling) ein Schwesternhaus eröffnet. Es folgten im Lauf der Zeit weitere Wohn- und Betreuungseinrichtungen in Rechnitz, Biedermannsdorf, Baden, Admont und Wien.

Besonderer Ansatz und Umgang mit Kindern und Jugendlichen

Zentral in allen Einrichtungen und über die Zeit hinweg war das Selbstverständnis: „Wir betreuen Kinder und Jugendliche, keine Flüchtlinge!“ Als Kind oder Jugendlicher ohne Familie in ein fremdes Land fliehen zu müssen, ist natürlich eine besonders herausfordernde Situation, dennoch stand für uns in der Betreuung immer die Wahrnehmung der Kinder und Jugendlichen mit ihren individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt. Mit diesem Ansatz begleiteten die Teams aus SozialpädagogInnen, SozialarbeiterInnen und PsychologInnen die Kinder und Jugendlichen bis zu ihrer Volljährigkeit. Die Betreuung erfolgte respektvoll, transparent  und auf Augenhöhe. Vom ersten bis zum letzten Tag (und oft darüber hinaus), in krisenhaften Momenten ebenso wie bei Festen und Feiern.

Genau in dieser Form, respektvoll, transparent und dem Kindeswohl verpflichtet, haben die Kolleginnen und Kollegen aus dem Haus der Jugend in Rechnitz die Jugendlichen darauf vorbereitet, aufgrund der Schließung des Hauses in eine andere Einrichtung zu übersiedeln.

Uns bleibt nun nur noch, allen MitarbeiterInnen UnterstützerInnen, SponsorInnen und WegbegleiterInnen von ganzem Herzen zu danken. Allen eintausendsechshundertundeinundsiebzig Kindern und Jugendlichen, die wir im Lauf der letzten Jahre kennenlernen und ein Stück begleiten durften, wünschen wir alles erdenklich Gute für ihre Zukunft!