Wohnraum für Flüchtlinge

Ankommen  - mit Ihrer Unterstützung und in Zusammenarbeit mit Diakonie Flüchtlingsdienst © Nadja Meister | Diakonie Flüchtlingsdienst
Ankommen - mit Ihrer Unterstützung und in Zusammenarbeit mit Diakonie Flüchtlingsdienst © Nadja Meister | Diakonie Flüchtlingsdienst
Hier sind Sie richtig, wenn Sie Wohnraum an Menschen und Familien mit Flucht- und Migrationsgeschichte vermieten möchten

Der Diakonie Flüchtlingsdienst sucht, vermittelt und vermietet Wohnraum für Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte. Mit den verschiedenen Schwerpunkten und Zielgruppen der einzelnen Projekte geben wir asylsuchenden Familien und Einzelpersonen, anerkannten Flüchtlingen und subsidiär Schutzberechtigten ein sicheres Zuhause und schaffen nachhaltige Rahmenbedingungen für ein sicheres Ankommen. 

Vermittlung und Beratung in den Wohnberatungsstellen

Die Wohnberatungen des Diakonie Flüchtlingsdienstes in Wien und Tirol unterstützen Asylwerberinnen und -werber, subsidiär Schutzberechtigte und anerkannte Flüchtlinge bei der selbstständigen Wohnungssuche und berät in allen Themen rund ums Wohnen in Österreich. Das Beratungsangebot reicht von offener Beratung (Beratung zur selbstständigen Wohnungssuche, Haushaltspläne,...) über Mietrechtsberatung bis hin zur Wohnworkshops. 

Die Wohnberatung tritt als Vermittlerin zwischen Wohnungssuchenden und potentiellen VermieterInnen auf und steht gerne für weitere Fragen zur Verfügung, steht aber nicht im Mietvertag (wie beispielsweise bei LARES und INTO Wien und INTO Salzburg).

Wenn Sie selbst Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung stellen möchten, freuen wir uns über erste Infos über Ihre Wohnmöglichkeit. Dazu können Sie beispielsweise unser Datenblatt nutzen.

Mietrechtsberatung und Wohnungsberatung © Nadja Meister | Diakonie Flüchtlingsdienst
Mietrechtsberatung und Wohnungsberatung © Nadja Meister | Diakonie Flüchtlingsdienst

Wohnberatung Wien

Die Wohnberatung Wien in der Künstlergasse vermittelt gerne zwischen Personen, die ihre Wohnmöglichkeiten an Flüchtlinge vermieten möchten und steht auch nach Vertragsabschluss gern für Fragen zur Verfügung. 

Kontakt
Wohnberatung Wien
wohnberatung.wien@diakonie.at
Telefon: +43 (0)1/ 905 402 472

Beratung zu unterschiedlichen Themen im Bereich Wohnen © Nadja Meister | Diakonie Flüchtlingsdienst
Beratung zu unterschiedlichen Themen im Bereich Wohnen © Nadja Meister | Diakonie Flüchtlingsdienst

Wohnberatung Tirol

In ganz Tirol werden günstige Wohnmöglichkeiten gesucht - von der kleinen Garconniere bis zur großen Wohnung. Auch hier vermittelt und berät die Wohnungsberatung zwischen VermieterInnen und MieterInnen.

Kontakt
Wohnberatung Tirol

wohnraum.tirol@diakonie.at 
Telefon: +43 (0) 664/ 842 11 11 (von 09.00 bis 14.00 Uhr)

Start- und Finalwohnungen bei INTO Wien und INTO Salzburg

Startwohnungen stehen asylberechtigten Personen für durchschnittlich 24 Monate zur Verfügung. Während dieser Zeit werden sie von MitarbeiterInnen von INTO Wien & ZukunftsRaum begleitet. Im Mietvertrag steht der Diakonie Flüchtlingsdienst.
 

Finalwohnungen: Um nach Beendigung der Startbegleitung durch INTO Wien & ZukunftsRaum und INTO Salzburg die Personen in langfristig gesicherten Wohnraum entlassen zu können, suchen wir auch sog. Finalwohnungen. Bei Finalwohnungen steht der Diakonie Flüchtlingsdienst nicht im Mietvertrag, die Vermittlung erfolgt jedoch erst, wenn sichergestellt ist, dass die Personen den Wohnraum langfristig erhalten können.

Zeit zum Ankommen  © Nadja Meister | Diakonie Flüchtlingsdienst
Zeit zum Ankommen © Nadja Meister | Diakonie Flüchtlingsdienst

INTO Wien - Integration von Flüchtlingen
INTO Wien - Integration von Flüchtlingen vermietet Start- und Finalwohnungen an Flüchtlinge und arbeitet dabei sowohl mit Hausverwaltungen als auch mit privaten VermieterInnen zusammen und vermietet - soweit dies möglich ist - auch vorübergehenden Leerstand weiter.

Kontakt
INTO WIEN
into.wien@diakonie.at | +43 (0)1 402 39 82


 

Startwohnung beim Diakonie Flüchtlingsdienst © Nadja Meister | Diakonie Flüchtlingsdienst
Startwohnung beim Diakonie Flüchtlingsdienst © Nadja Meister | Diakonie Flüchtlingsdienst

INTO Salzburg - Integrationshaus 
INTO Salzburg sucht und vermittelt Start- und Finalwohnungen und tritt gebenenfalls auch als Mieterin auf, wenn dies seitens der VermieterInnen gewünscht ist.

Es werden Wohnungen für Großfamilien und Einzelpersonen gesucht, besonderer Bedarf herrscht dabei in Salzburg Stadt, Pongau und Pinzgau und werden nach Wartelistenprinzip vergeben. 

Kontakt
INTO Salzburg, Wohnberatung
Karolin Kautzschmann
karolin.kautschmann@diakonie.at | 0664 882 41 809

Karibu und Zukunftsraum

Teilbetreute Wohngemeinschaften für junge Asylberechtigte © Nadja Meister | Diakonie Flüchtlingsdienst
Teilbetreute Wohngemeinschaften für junge Asylberechtigte © Nadja Meister | Diakonie Flüchtlingsdienst

Karibu

Karibu bietet Wohnbetreuung für ehemalige unbegleitete minderjährige Flüchtlinge für bis zu 24 Monate und begleitet sie in ihrem Integrations- und Bildungsprozess. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind in Wohngemeinschaften in Wien untergebracht.

Kontakt
Karibu
karibu@diakonie.at | 01 343 0 131

 

Wohnraum und Perspektiven bei ZukunftsRaum © Nadja Meister | Diakonie Flüchtlingsdienst
Wohnraum und Perspektiven bei ZukunftsRaum © Nadja Meister | Diakonie Flüchtlingsdienst

ZukunftsRaum - Wohnversorgung und Integrationsberatung von Flüchtlingen

Neben Unterbringung in Integrationsstartwohnungen bietet ZukunftsRaum auch Sozialberatung, Perspektivenplanung sowie Berufsorientierung und Arbeitsvermittlung für asylberechtigte Personen, die die Volljährigkeit erreicht haben. 

Der Bedarf an günstigem Wohnraum ist ungebrochen stark.

Kontakt
ZukunftsRaum 

rainer.zeitlinger@diakonie.at | +43 (0)664 827 33 18

Nähere Infos zu Möglichkeiten der Vermietung und Bereitstellung. 
 

LARES - Wohnversorgung für Menschen in Grundversorgung

Wohnversorgung für Menschen in Grundversorgung © Nadja Meister | Diakonie Flüchtlingsdienst
Wohnversorgung für Menschen in Grundversorgung © Nadja Meister | Diakonie Flüchtlingsdienst

Mit dem Projekt LARES tritt der Flüchtlingsdienst in Wien, im Burgenland und in Niederösterreich als Mieter ein, um asylsuchenden Menschen und Familien sowie subsidiär Schutzberechtigten ein sicheres Zuhause (auf Zeit) zu geben. Neben der Vermittlung von Wohnraum werden Deutschkurse, Nachhilfe und Freizeitaktivitäten angeboten.

LARES*Homebase bietet seit 2016 auch Wohnplätze für LGBTIQ-Flüchtlinge, da gerade diese Personengruppe sehr oft offenen Anfeindungen und Gewalt ausgesetzt sind. 

Kontakt Bundesländer

LARES Burgenland
LARES*Homebase
LARES Niederösterreich - Mitte  Nord Süd
LARES Wien
 

Hier finden Sie wichtige Fragen und Antworten rund um das Thema Wohnraumspende:

Welche Personen kann ich bei mir privat unterbringen?

Die Wohnberatung des Diakonie Flüchtlingsdienst vermittelt Wohnraum zwischen privaten Vermieterinnen und -vermietern und Asylwerberinnen und -werbern sowie anerkannten Flüchtlingen. Wie viele Personen Sie aufnehmen können, hängt von Ihrem Angebot und Ihren Vorstellungen ab.

Was ist bei der Unterbringung der Unterschied zwischen Asylwerberinnen und -werber und anerkannten Flüchtlingen?

Asylwerberinnen bzw. -werber (noch im Asylverfahren) sind in der Grundversorgung (GVS) und haben weniger Geld zur Verfügung als anerkannte Flüchtlinge (positiver Asylbescheid oder subsidiär schutzberechtigt), da sie Mindestsicherung bekommen können. Das bedeutet, dass nicht jeder Wohnraum für Asylwerberinnen bzw. -werber leistbar ist und manche Angebote daher vielelicht passender für anerkannte Flüchtlinge sind. Wir informieren Sie ausführlich.

Für wie lange muss ich den Wohnraum anbieten?

Es ist wichtig, den Wohnraum für mindestens sechs Monate zur Verfügung zu stellen, um sicher zu stellen, dass die Flüchtlinge genügend Zeit haben, sich in diesem Zeitraum eine neue Unterkunft zu suchen. Ansonsten ist alles über einen längeren Zeitraum als sechs Monate sehr erfreulich.

Kann ich die Flüchtlinge vorher kennenlernen?

Gerne können wir ein Kennenlernen vor dem Umzug organisieren.

Kann ich mir aussuchen, wer zu mir kommt?

Natürlich verstehen wir, dass es bestimmte Vorstellungen gibt, die wir gerne als Vormerkungen annehmen. Jedoch sind der Großteil der Flüchtlinge (alleinstehende) Männer. Leider kommt es durch die Vielzahl an Wohnraum-Angeboten für junge, alleinstehende Frauen nicht immer zu einer Vermittlung.

Was passiert, wenn wir uns nicht verstehen und die Flüchtlinge wieder ausziehen (müssen)?

Sobald die Flüchtlinge (nach Einhalten der Kündigungsfrist) ausziehen, müssen sie sich eine neue Unterkunft suchen. Dies können Asylwerberinnen und -werber entweder über Bekannte/Verwandte oder über das zuständige Flüchtlingsreferat im jeweiligen Bundesland (FSW in Wien, Landesregierung St.Pölten Abteilung Staatsbürgerschaft und Wahlen…) machen.

Asylwerberinnen und -werber, die schon in einem bestimmten Bundesland privat gewohnt haben, sind der Grundversorgung dieses Bundeslandes zugewiesen und können daher nur in diesem Bundesland wieder privat wohnen oder sollten einen Platz in einer Flüchtlingspension bekommen.

Anerkannte Flüchtlinge können in Österreich wohnen wo sie wollen, es gibt allerdings keine staatliche Verpflichtung, diese Personen mit Wohnraum zu versorgen. Sie sind durch die Gleichstellung mit österreichischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger auch bei der Wohnraumsuche auf sich alleine gestellt.

Welche Kriterien gibt es für die Wohnung bzw. das Zimmer?

  • Die Wohnräume müssen ohne elektrische Heizgerägte ausreichend beheizbar sein, da im Rahmen der Grundversorgungs-Leistungen, solche enormen Kostenfaktoren nicht bezahlbar wären. Sollten die Heizkosten in einem solchen Fall von Quartiergeberin bzw. Quartiergeber übernommen werden, fällt diese Hürde von unserer Seite her weg.
  • Warmwasserversorgung
  • Schimmelfrei sein bzw. kein feuchtes Mauerwerk (gesundheitsgefährdend)
  • Duschmöglichkeit/Bad/WC
  • Kochmöglichkeit
  • Waschmaschine
  • Betten
  • Im Idealfall ist der Wohnraum komplett möbliert und ausgestattet (geringe finanzielle Mittel der Flüchtlinge)
  • Relativ gute Infrastruktur, da Flüchtlinge oft zu Behörden, Beratungen, Kursen oder Arzttermine gelangen müssen. Hohe Fahrtkosten belasten die knappen finanziellen Mitteln zusätzlich.

Muss ich Betreuung anbieten, wenn ich Flüchtlinge aufnehme?

Sie gehen bei der privaten Wohnraumvermietung ein Vermieter-Mieter-Verhältnis ein und sind nicht für deren Betreuung verantwortlich. Die Flüchtlinge und wir freuen uns aber natürlich sehr, wenn Sie Ihre Unterstützung anbieten.

Wer betreut die Flüchtlinge während sie bei mir wohnen?

Für die Betreuung von privat wohnenden Asylwerberinnen und -werber sind in jedem Bundesland andere NGOs zuständig.
In Niederösterreich beispielsweise betreut die Caritas Asylwerberinnen und -werber im Wein- und Industrieviertel, der  Diakonie Flüchtlingsdienst betreut Asylwerberinnen und -werber im Wald- und Mostviertel. Privat Wohnende müssen allerdings selbstständig zu den Beratungsstellen fahren.
In Wien sind vier verschiedene NGOs (Diakonie Flüchtlingsdienst, Verein Ute Bock, Caritas und das Integrationshaus)  für die Betreuung von privat wohnenden Asylwerberinnen und -werber zuständig, die Betreuung ist nach Bezirken gegliedert. 

 

Kann ich Wohnraum als Gegenleistung für Arbeit anbieten?

Nein. Die Flüchtlinge und wir sind hier auf Ihre Großzügigkeit angewiesen und nehmen lediglich Angebote an, die auf freiwilliger Basis sind und keine Gegenleistungen verlangen.

Kann ich Miete verlangen? Wieviel? Wer bezahlt die Miete?

Asylwerberinnen und -werber haben im Rahmen der Grundversorgung die Möglichkeit, einen Mietkostenzuschuss von 120,00 Euro/Einzelpersonen bzw. 240,00 Euro/bei Familien pro Monat zu erhalten.

Anerkannte Flüchtlinge haben im Rahmen der Mindestsicherung einen Anspruch auf 800,00 Euro pro Einzelperson, bei Ehepaaren 620,00 pro Person und 190,00 pro Kind und Monat. Weiters gibt es Anspruch auf Familienbeihilfe. Aus diesen Unterstützungsleistungen werden die Mietkosten bezahlt.

Die private Unterbringung von Flüchtlingen ist nicht zu vergleichen mit einer Tagsatzfinanzierung (derzeit 19,00 Euro pro Tag und Flüchtling) bei sogenannten „organisierten Quartieren“. Diese schließen einen gewerblichen Vertrag mit dem Land. Falls Sie Interesse haben, ein organisiertes Quartier zu eröffnen und eine größere Liegenschaft anbieten können, wenden Sie sich bitte an die zuständige Landesregierung/Flüchtlingskoordination bzw. in Wien an den FSW.

Lesen Sie hier mehr organisierte und private Unterkünfte

Wie viel Geld bekommt ein anerkannter Flüchtling, wie viel ein Asylwerber?

Asylwerberinnen und -werber bekommen pro Monat und Person 320,00 Euro. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren bekommen 90,00 Euro pro Monat. Somit wären das bei einer Familie mit vier Kindern 1.000,00 Euro pro Monat. Damit sind keine großen Sprünge zu machen. Die Miete inklusive Betriebskosten und Nebenkosten darf nicht mehr als 200,00 Euro pro erwachsener Einzelperson und nicht mehr als 400,00 Euro pro Familie kosten, sonst werden die Mietkosten (120,00 Euro pro Einzelperson 240,00 Euro pro Familie, schon in der Grundversorgungsleistung enthalten) nicht übernommen.

Arbeiten dürfen Asylwerberinnen und -werber grundsätzlich nur in sehr eingeschränkten Bereichen, wie zum Beispiel saisonal in der Erntehilfe/Gastronomie oder als ZeitungsausträgerInnen. Dieser Verdienst wird aber wieder von den Grundversorgungsleistungen abgezogen.
Asylwerberinnen und -werber haben wenig Geld zur Verfügung, man muss sich als Unterkunftanbieterin/ -anbieter daher überlegen, ob man es sich leisten kann, Asylwerberinnen und -werber Wohnraum anzubieten. Wir begrüßen deshalb sehr Ihr Engagement und ihren Wunsch uneigennützig Hilfe zu leisten.

Nach der Anerkennung müssen Flüchtlinge spätestens nach vier Monaten aus ihren organisierten Quartieren ausziehen und stehen somit vor vielen Herausforderungen. Einerseits endet mit dem Auszug auch die Grundversorgungsleistung, andererseits fehlt günstiger Wohnraum bzw. Geld für Provision und Kaution.

Flüchtlinge mit Schutzstatus haben ein Anrecht auf den österreichischen Mindestsicherungssatz, das sind derzeit etwas  über 800,00 Euro pro Einzelperson, bei Familien 620,00 Euro pro Elternteil und 190,00 Euro pro Kind, eine Krankenversicherung sowie Sprachförderungs- und Integrationsangebote.  Zu Berücksichtigen sind jedoch die unterschiedlichen Handhabungen und Deckelungen je Bundesland. Ein Antrag auf Mindestsicherung kann jedoch erst nach Meldung in der neuen Wohnung gestellt werden, die Gewährung dauert im Normalfall einige Monate. Deshalb treten innerhalb dieser Zeit häufig Schwierigkeiten mit der Beteiligung an Mietkosten auf, und/oder der eigenständigen Finanzierung allfälliger Lebenserhaltungskosten.  Ein Vorschuss wird durch die Sozialkassen leider nicht gewährt.

Gibt es Unterschiede in den Bundesländern?

Leider gibt es zurzeit keine einheitliche Handhabung der Unterbringung von Flüchtlingen in Österreich. Je nach Bundesland gibt es unterschiedliche Richtlinien und Zuständigkeiten.

Wir bedanken uns bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern.
Unsere Wohnberatungsprojekte werden gefördert von der ORF Aktion "Helfen wie wir" und vom Fonds Soziales Wien (FSW).
Gefördert von